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Andreas Gursky
Der Düsseldorfer Fotograf Andreas Gursky ging gerade
mit dem wertvollsten
Foto aller Zeiten in die Kunstgeschichte ein und selbst
die Bild Zeitung zeigt sich als erste von der Zahl €3,4
Millionen zu recht beeindruckt.
Viele werden sich fragen, warum Andreas Gursky, warum gerade
Rhein II wobei das Bild doch in einem gewissen Kontrast zu
den Arbeiten steht mit denen Andreas Gursky weltweit bekannt
wurde.
Das wertvollste Foto aller Zeiten zeigt keinerlei Menschen,
nur die begrenzten Weiten der wunderschönen Rheinwiesen
über die ich selber jahrelang auch bei Frost und grösster
Hitze um 12 Uhr mittags oder auch des nachts stundenlang gerannt
und geradelt bin um wieder fit zu werden.
Der Duft, die Jahreszeiten, ja das Gefühl der Rheinwiesen
ist einzigartig mit einer satten gesunden Wiese in die man
sich überall wie in ein Bett fallen lassen kann solange
bis der Herbst kommt.
Kein Vergleich zu der Atmosphäre in Andreas Gurskys
genialen, grossflächigen Ameisenlandschaften mit unzähligen
anonymen Menschen die in dieser Form der Darstellung extrem
spektakulär wirken während eine puristisch klassische
Arbeit wie Rhein vielerorts genau das Gähnen und die
Fragen aufwirft, warum so viel Geld für ein, man kann
und darf es auch sagen, für viele wohl eher langweiliges
Foto.
Schon zu seinen besten Zeiten wurden Professor Becher nebst
seiner involvierten Frau Hilla da und dort innerhalb der Düsseldorfer
Kunstakademie als die Langeweiler kritisiert zumal deren Arbeiten
und auch persönliche Darstellung im Vergleich den eher
überschätzten Malerfürsten Lüpperts und
Immendorff für das Publikum auch recht unspektakulär
gerieten.
Wesentlich und aufklärend erschien damals eine Antwort
von Professor Zweite innerhalb einer Beurteilung zu einem
der damaligen Rundgänge bei denen jeweils die alten Stuben
und der Stolz der Lüppertz Klasse am intensivsten auf
die meisten Betrachter gewirkt hatten.
Damals hatte Professor Zweite wohl mehr als Recht, als er
von einer "neuen Sehenergie" sprach welche die Arbeiten
der Becher Klasse dem Betrachter schenken würden.
Professor Bernd Becher und seine Frau Hilla reisten damals
sehr viel durchs Ruhrgebiet um alte Industrie Gebäude
zu dokumentieren und zu katalogisieren.
Jegliches erzählerische Element wie spektakuläre
Wolken, aussergewöhnliches Licht oder Menschen waren
innerhalb seiner Betrachtungsweise ausgeschlossen um nicht
dem Betrachter durch weniger irrelvante Bildkomponenten Sehenergie
zu stehlen welche besser auf das einzig wesentliche Bildobjekt
gelenkt werden sollte um ein besseres Verstehen des Themas
zu ermöglichen.
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